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Wenn Gleichberechtigung zum Feindbild wird - Antifeminismus in Familien erkennen und Kinder wirksam schützen

Kursnr.
000-168
Dauer
4 Stunden
Gebühr
120,00 €
(erm. 84,00 €)

Antifeministische Einstellungen begegnen Fachkräften längst nicht mehr nur in gesellschaftlichen Debatten oder sozialen Medien - sie wirken unmittelbar in Familien und pädagogische Zusammenhänge hinein. Starre Geschlechterrollen, die Abwertung von Frauen und queeren Lebensweisen, Kontrolle in Partnerschaften oder die Ablehnung von Gleichstellung und Gewaltschutz können Beziehungen belasten, Gewalt begünstigen und Kinder in Loyalitätskonflikte bringen. Für Fachkräfte ist es deshalb wichtig, solche Dynamiken frühzeitig zu erkennen, fachlich einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren.

In diesem praxisorientierten Online-Seminar erarbeitest du ein fundiertes Verständnis von Antifeminismus und seinen Erscheinungsformen im Familienalltag. Anhand typischer Situationen aus Beratung, Pädagogik und Jugendhilfe reflektierst du Warnsignale, Risiken und mögliche Auswirkungen auf Frauen, Kinder und Jugendliche. Du setzt dich außerdem mit der Frage auseinander, wie Gespräche auch unter schwierigen Bedingungen professionell, klar und deeskalierend geführt werden können.

Im Mittelpunkt stehen konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Praxis: Wie lässt sich eine klare Haltung zeigen, ohne den Kontakt vorschnell abzubrechen? Wann sind Schutz und Gefährdungseinschätzung besonders wichtig? Welche Unterstützungsangebote kommen für Betroffene infrage? Das Seminar verbindet fachlichen Input, Fallreflexion und kollegialen Austausch. So gewinnst du Orientierung und mehr Sicherheit für Situationen, in denen Gleichberechtigung abgewertet und zum Konfliktfeld in Familien wird.

Inhalt

• Was verstehen wir unter antifeministischen Haltungen?
• Typische Erscheinungsformen im Familienalltag und in Beratungssituationen
• Wann werden sie zu einem Risiko für Frauen und Kinder?
• Auswirkungen von Abwertung, Kontrolle und starren Rollenbildern
• Professionelle Haltung, Grenzen und Handlungsspielräume
• Gesprächsführung bei Abwehr, Verharmlosung und eskalierenden Dynamiken
• Schutzorientiertes Vorgehen und passende Unterstützungsangebote für Betroffene

Ziele

• Du kannst antifeministische Haltungen und Dynamiken im Familienalltag fachlich einordnen.
• Du kennst mögliche Auswirkungen auf Frauen, Kinder und Jugendliche.
• Du kannst Warnsignale und Risiken in deinem beruflichen Kontext differenzierter einschätzen.
• Du kennst geeignete Ansätze für professionelle und deeskalierende Gespräche.
• Du entwickelst mehr Handlungssicherheit für ein schutzorientiertes Vorgehen und die Vermittlung passender Hilfen.

Zielgruppe

Fachkräfte in Beratung, Pädagogik und Jugendhilfe sowie angrenzenden Arbeitsfeldern, die mit Kindern, Jugendlichen und Familien arbeiten


Termine